Tagebuch von 2007
Kinderfest in Schullwitz
Dem etwas kühlem und durchwachsenem Wetter zum Trotz fand am 29.09.2007 auf dem
Firmengelände des Dresdner Baumdienstes in Dresden-Schullwitz ein Kinderfest statt.
Bei den Vorbereitungen wurden wir gebeten, mit unseren Hunden das Kinderfest zu bereichern.
Unter Leitung unserer Ausbilderin Tina zeigten wir in einer Vorführung den Kindern,
was unsere Hunde alles können. Dabei wurden auch die Kinder mit einbezogen. Sie waren
aufgefordert die Hindernisse für die Hunde darzustellen.
So mussten die Hunde im Slalom
um die Kinder gehen. Auch die Eltern waren gefragt: Durch aufstellen mit gegrätschten
Beinen entstand ein „Tunnel“ durch welchen dann die Hunde liefen. Das Highlight war dann
am Ende das Hundegespann. Einige Kinder konnten sich von Arko im Bollerwagen über das
Gelände spazieren fahren lassen. Glücklicherweise hat es nicht mehr geregnet und so hatten
alle Beteiligten, vor allem die Kinder einen Riesenspaß.
Ralf Göhlert
Vereinstag in Ottendorf-Okrilla
Am 8.9.2007 fand der 3. Vereinstag in Ottendorf-Okrilla statt,
diesmal im Ortsteil Medingen auf dem Sportplatz.
Organisator der Veranstaltung ist die Gemeinde Ottendorf-Okrilla.
Wie schon die letzten Male nutzten wir auch diesmal die Gelegenheit
unsere Hunde und uns mit unserer Ausbildung in der Öffentlichkeit vorzustellen. Das Wetter wollte zwar nicht so richtig mitspielen, das hinderte uns aber nicht daran, uns mit einigen sportlichen Agilityeinlagen zu präsentieren.
Das meiste Interesse zeigten dabei die Kinder, sie machten regen Gebrauch von der Möglichkeit einige unserer Hunde mit unserer Hilfe über den Hindernisparcour zu führen. Auch der von uns veranstaltete Wissenstest, bei dem die Kinder einige Fragen rund um den Hund beantworten mussten, fand regen Zuspruch. Hier gab´s natürlich auch ein paar kleine Preise zu gewinnen.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Sparkasse Ottendorf-Okrilla,
die uns wieder einmal mit sehr schönen Preisen versorgt hat.
Nach einem anstrengenden Tag freuen sich unsere vierbeinigen Freunde und wir uns schon auf den Vereinstag im nächsten Jahr.
Ralf Göhlert
Sommerfest im Epilepsiezentrum Kleinwachau
Wie schon die letzten Jahre erhielt unser Verein wieder eine Einladung von Frau Schmieder,
mit unseren Streichelhunden am 07.07.2007 zum Sommerfest im Epilepsiezentrum nach
Liegau - Augustusbad zu kommen. Dankend nahmen wir die Einladung an und fuhren mit
unseren Hunden zum Sommerfest. Die Wiese an einer Wegekreuzung im Gelände der Einrichtung
war unser Standort. Doch schon auf dem Weg dahin wurden unsere Vierbeiner mit
Streicheleinheiten verwöhnt. Ob die Bewohner der Einrichtung selbst oder deren Gäste,
egal ob groß oder klein, jung oder alt, viele wollten unser Hunde verwöhnen.
Nach einer reichlichen Stunde streicheln waren unsere Hunde dann doch geschafft und
wollten dann nur noch nach Hause und sich entspannen. Wir danken Frau Schmieder
recht herzlich für die Einladung und freuen uns schon auf das Sommerfest im nächsten Jahr.
Ilona Göhlert, Ottendorf-Okrilla, am 11.07.07
Hundefreunde geben eine Unterrichtsstunde
Frau Klingebiel, die Lehrerin der 2. Klasse der Grundschule Ottendorf-Okrilla, bat uns vor einiger Zeit um Unterstützung. Es soll eine Projektwoche für den Sachkundeunterricht stattfinden, in welcher es rund um Haustiere geht. Am
8. Mai 2007 war es dann soweit. Da das Wetter schön ist, kann der Unterricht im Freien stattfinden. Natürlich haben wir unsere Hunde mitgebracht, welche gleich freundlich von den Kindern begrüßt wurden. Neugierig lauschten die Kinder unseren Worten und beantworteten eifrig unsere Fragen zum Thema Hundehaltung.
In dieser Stunde erläuterten wir den Kindern z. B.:
- wie halte und versorge ich einen Hund zu Hause
- was benötige ich, wenn ich mit dem Hund spazieren gehe
- wie verhalte ich mich, wenn mir ein fremder Hund begegnet u.v.m.
Nach der langen Theorie durften die Kinder unsere Hunde im Schulgelände an der Leine spazieren führen. Und der große Abschluss dieser Stunde war ein Wettrennen. Wer ist schneller? Die schnellsten Kinder im Sportunterricht wollen gegen die beiden Beagle Clint und Joker im Wettrennen gewinnen. Es ist ganz knapp ausgegangen, doch die beiden Hunde waren eine Nasenlänge voraus.
Frau Klingebiel freute sich über unsere Unterstützung bei der Projektwoche und wir freuen uns auf´s nächste mal.
Ralf Göhlert, Ottendorf-Okrilla, am 10.05.07
Das Alpha-Syndrom
Über Führung und Rangordnung bei Hunden
was das ist und was nicht
Anders Hallgren, Animal Learn Verlag
Ob Kommando überhören, Beissen, Knurren, erhöhte Liegestatt und Futternapf verteidigen, bestimmtes Markierverhalten, - “die Diagnose der Ursache ist in allen Fällen meist die gleiche: Der Hund fühlt sich als Chef“ so las und liest man es in Hundebüchern und hörte es von Hundetrainern. „Er hat die Rudelführung übernommen, er ist der Alpha geworden, ist zu dominant. Gehen Sie vor dem Hund durch die Tür, der Hund muß grundsätzlich hinter Mensch laufen, der Hund bekommt als letzter zu fressen“ so lauteten die Ratschläge in Büchern und vieler Hundetrainer.
Durch Verhaltensbeobachtungen an freilebenden Wölfen hat sich das Wissen über die sogenannte Dominanz im Wolfsrudel grundlegend geändert. Wolfsforscher sprechen auch nicht mehr vom Alpha-Wolf, sondern vom Leittier oder Alttier. Nicht durch körperliche Stärke, sondern soziale Kompetenz erreicht der Wolf diesen Status, der jedoch nicht starr ist sondern sich dynamisch den Erfordernissen anpaßt. In Klappentext des Buches heißt es: „Anders Hallgren möchte mit seinem vorliegenden Buch einen Beitrag dazu leisten, Begriffe wie Rangordnung, Führung, Dominanz usw. zunächst einmal klar zu definieren und ihren wissenschaftlichen Hintergrund zu beleuchten. Er untersucht, woher diese Begriffe stammen und weshalb sie gerade in den vergangenen Jahren so stark an Bedeutung gewonnen haben. Darüber hinaus stellt er ihre unterschiedlichen Interpretationen vor und lässt den Leser gleichzeitig an eigenen Erfahrungen aus über 30-jähriger Praxis als Psychologe und Hundetrainer und daraus resultierenden Standpunkten teilhaben.“
Ich meine, dies ist Hallgren vortrefflich gelungen, manche Kapitel sind spannend wie ein Krimi. Das kleine Kapitel über den Stress, den manche Hundesportarten auslösen und die sich nachteilig auf die Gesundheit der Hunde auswirken, sollte nicht nur die Hundevereine sondern auch die Dachverbände aufrütteln.
.....nicht nur für ein glückliches Hundeleben, Chris, 31.03.07
Ein Blindenführhund - Seminar - ausgewogen in Theorie und Praxis
mit Uwe Carolus
Das Wetter, Organisation und Verpflegung, die Disziplin der Teilnehmer und die Persönlichkeit des Referenten Uwe Carolus – ergaben für uns alle fünf erfolgreiche Stunden voller Informationen und mit aktivem Lernen.
Wir Hundefreunde und ebenso unsere Gäste waren gründlich vorbereitet auf das Seminar zu diesem Spezialthema der Hundeausbildung. Das bewiesen die intensiven Fragestellungen, welche zu vielen Seminarpunkten an Herrn Carolus gerichtet wurden, um noch mehr Details zu thematisieren.
Von einer anzustrebenden Gespannprüfung für jeden Blindenführhund und realer Mobilität über ein selbstbewusstes Blockieren durch den Hund – z.B. vor Rolltreppen – erfuhren wir ebenso, wie von der vierwöchigen Test- und Probezeit, den über 50 Hörzeichen, und einer planmäßigen Pause innerhalb der Ausbildung über eine Zeit von drei Wochen. Und wir lernten den „Psycho Dog“ von Herrn Carolus kennen: ein technisch – pädagogisches Hilfsmittel für das aktive Hundeführer–Training.
In anschließender Praxis zeigten 8 Hunde unserer Mitglieder gemeinsam einige Varianten von Situationen mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, Fremdführung, körperlichen Einwirkungen, Problembewältigung ohne direkte Hundeführung sowie deren realistische Umsetzung im Hunde- Besuchseinsatz auch auf engem Raum.
Eine kleine Beaglemeute mit 6 Tieren und 4 Personen erhielt zahlreiche Hinweise von Herrn Carolus für ihre täglichen Spaziergänge und die unverzichtbaren Gehorsamsübungen mit Futterverstärkung und der korrekten Bestätigung.
Im Anschluss daran beschäftigte sich Herr Carolus noch einzeln mit zwei Rüden und ihren Haltern, welche viele nützliche Anregungen bekamen über die eigenen Emotionen, korrekten Führleineneinsatz und eine eine zeitlich immer genau terminierte Bestätigung des richtigen hundlichen Verhaltens.
Mit einem ganz herzlichen Dankeschön an unsere Birgit Wolf als Haupt-Organisatorin und ebenso an die vielen helfenden Hände hinter den Kulissen verbinde ich meinen Dank an Herrn Uwe Carolus für sein persönliches Engagement an diesem Nachmittag für unseren Hundeverein.
Manfred Hardtke, Grünberg, 7. Februar 2007
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